Das sind die Gewinner 2016

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Die wohl größte Jury der Literaturwelt kommt aus Ulm:  Mehr als 130 Kinder und Jugendliche haben von Mai bis Oktober rund 600 Bewertungen abgegeben. Mit der „Ulmer Unke“ werden Neuerscheinungen in den Altersklassen 10 bis 12 Jahre und 13 bis 14 Jahre ausgezeichnet. „Die Siegertitel zeigen beide, dass auch junge Leser anspruchsvollen Stoff mögen“, sagt Dana Hoffmann, die Organisatorin des  Projekts.Bei den jüngeren Lesern hat mit großem Abstand „Victoria Street No. 17“ von Janet Foxley (9,3 Punkte) gewonnen. Die Geschichte um Tom, der auf der Suche nach seiner verschwundenen Mutter ein magisches Abenteuer erlebt, hat die Jury überzeugt. „Die Idee der Geschichte ist außergewöhnlich und so spannend geschrieben bis zur letzten Seite, dass man das Gefühl hat, selbst Teil der Geschichte zu sein“, meint zum Beispiel Johannes. Carmen sagt sogar: „Einfach ein Buch, das man lesen muss.“ Platz zwei belegt mit 8 Punkten „Wenn man selbst dran glaubt, ist es nicht gelogen“ (Cilla Jackert), die Geschichte von Annika, einer leidenschaftlichen Lügnerin. „Raven“ (Wendy Orr) erhält von der Jury 7,8 Punkte für eine spannende Geschichte über Mut, Hoffnung und Liebe.

Die Jugendlichen, die etwa ein Drittel der Unke-Jury ausmachen, haben mit „Die Magie der Namen“ einen spannenden Fantasy-Roman an die Spitze gewählt (9 Punkte). Der Debüt-Erfolg von Nicole Gozdek sei „wundervoll magisch und fesselnd zugleich“ (Ronja) und „spannend von Anfang bis Ende“ (Clemente). Gozdek hatte mit ihrem Manuskript 2015 den „Piper Award“ gewonnen. Gemeinsam mit „Wattpad“, einer Online-Community für Autoren und Leser, hatte der Verlag einen Wettbewerb ausgeschrieben. Unter dem Motto #erzählesuns konnten noch nicht verlegte oder anderweitig bereits veröffentlichte Texte auf Wattpad eingestellt werden. Aus den 15 beliebtesten Beiträgen wurden anschließend von einer Jury des Piper Verlages fünf Beiträge für die Shortlist ausgewählt. Über den Gewinner entschied letztendlich eine externe Jury aus Autoren, Bloggern und Selfpublishern. Zur Jury gehörte auch Michael Peinkofer, dessen Fantasy-Roman „Gryphony“ bei der „Ulmer Unke“ 2015 den zweiten Platz belegt hatte. Peinkofer sagt über „Die Magie der Namen“: „Ein schönes Setting, ein kräftiger Schuss Magie und Charaktere, bei denen man von Beginn an dabei ist.“

Auf Platz zwei schaffte es mit 8,8 Punkten „Infernale“ (Sophie Jordan), ein Jugendthriller über Davy, deren Leben sich schlagartig verändert, als bei ihr das „Mördergen“ festgestellt wird. „Alles, was ich sehe“ von Marci Lyn Curtis (8,6 Punkte), erzählt humorvoll und berührend die Geschichte der blinden Maggie, die auf einmal wieder Teile ihrer Umgebung sehen kann – was nicht immer erfreulich ist…